PRUTZ (das). Wenn die Oktobersonne ihre Strahlen zu den Rebstöcken von Hannelore und Claus Aniballi in Prutz schickt, steht dort wieder die Weinlese an, der Höhepunkt eines jeden Winzerjahres. Dieses Jahr bekamen sie tatkräftige Unterstützung von fünf SchülerInnen der Tiroler Fachberufschule für Handel und Tourismus (TFBS).

Spaß stand im Vordergrund

Nach einer kurzen Führung durch den Weinkeller wurde es für die SchülerInnen ernst. Ausgerüstet mit Schubkarren, Handschuhen und Baumschere machten sich die Damen auch direkt an die Rebstöcke, während sich die Männer um den "Rebler", eine Maschine welche die Trauben vom Traubengerüst trennt, kümmerten. Schnell waren die ersten Schubkarren mit den Trauben gefüllt und auch die eine oder andere Kostprobe musste mal sein. "Mir war es wichtig, dass der Spaß bei der Arbeit im Vordergrund steht. Für uns ist es auch etwas besonderes, wenn wir den jungen Leuten etwas beibringen dürfen", resümiert der Prutzer Weinbauer. "Denn nur wenn die jungen Menschen verstehen was Regionalität bedeutet, können sie es auch weitertragen und davon profitieren schlußendlich alle", so Aniballi abschließend.

Spaß am Beruf vermitteln

Die TFBS Landeck setzt sehr viel daran, den jungen Nachwuchs-Gastronomen eine fundierte und vor allem praxisorientierten Ausbildung zukommen zu lassen. Vorträge von Fachleuten, Exkursionen oder etwa ein Tag in einem Weingut in Südtirol zählen zu einigen Aktivitäten, die sich durch die gesamte Schulzeit ziehen. "Wir wollen einfach immer wieder zeigen, dass der Beruf im Tourismus und der Gastronomie Spaß macht und besser als sein Ruf ist!", erklärte die Vizedirektorin der TFBS, Martina Bombardelli. Auch für sie ist die Weinlese in Prutz ein absolutes Highlight, welches in Tirol sicher nicht alltäglich ist. Der Termin im Weingut wurde, wie könnte es auch anders sein, bei einem gemütlichen Gläschen Wein ausgemacht.

Klein aber Oho

Das Weingut "Terra Austriacus" in Prutz ist mit seinen fast 900 Höhenmetern das höchstgelegene Österreichs. "Die pure Liebe zum Wein!" antwortete der Winzer auf die Frage, wie er auf die Idee zum Weingut gekommen sei. Der Wahl-Tiroler kam wegen der Liebe ins Obere Gericht. Allerdings hatte der gebürtige Oberösterreicher das Wein-Gen in der Familie, da bereits sein Großvater in Mittelitalien war. Auf dem knapp ein Hektar großen Weingut baut der Winzer seit dem Jahr 2011 Grüner Veltliner und seit dem Jahr 2017 außerdem Chardonnay, Gelber Muskateller und St. Laurent an. Letztes Jahr wurde er zum ersten und bisher einzigen Tiroler Flastaff-Winzer mit 92 von 100 möglichen Punkten prämiert. Mit seinem Wein "Tiroler Walzer" ist ihm außerdem ein ausgezeichneter Tropfen gelungen, der in Klosterneuburg auf Anhieb die Prüfnummer zum Qualitätswein bekommen hat.

Bericht Daniel Schwarz Bezirksblätter Landeck

Ein rechtherzliches Danke an den Förderverein der TFBS Landeck der dies unterstütze.







geschrieben am 15. 10. 2018 von Monika Murr

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